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Mehr Fotos, auch mit Detailaufnahmen, werden demnächst hochgeladen.
Übrigens: Das Copyrigt für diese Fotos liegt bei Martina Moeck. Wenn Sie diese Fotos (in hoher Auflösung verfügbar) verwenden möchten, dann nur gegen Bildnachweis und Honorar. Bitte vorher mit der Fotografin abklären. Danke!

Willkommen bei "mal was anderes" Thema: Schmalfilm

Was heute digitale Camcorder und Videoschnittsoftware ganz virtuell machen, war vor noch gar nicht allzu langer Zeit richtige Handarbeit.

In der Blütezeit des Schmalfilmes, die mit dem Erscheinen des Super-8 Filmes auf dem Weltmarkt im Jahre 1964 (oder war es 1965?) begann, saßen Millionen von Menschen ein paar Wochen nach dem Urlaub über Filmbetrachter und Klebepresse gebeugt an ihrem meist improvisierten Schnittplatz, ausgestattet mit einer scharfen Schere, Staubpinselchen und Filmkitt, und versuchten, aus den mit der Schmalfilmkamera festgehaltenen Urlaubserinnerungen so etwas wie einen Film zusammenzuschneiden, oftmals zusätzlich mit einem Seelentröster ausgestattet (zum Beispiel einem Gläschen Bier...).

Wenn das Ergebnis technisch auch weit hinter dem zurückblieb, was wir tricktechnisch verwöhnten Menschen heute gewohnt sind, so hatte diese Technik doch dem Digitalschnitt etwas entscheidendes voraus:

Hier wurde noch mit richtigem Material zum Anfassen gearbeitet.

Der Rhythmus der geschnittenen Sequenzen war schon allein durch die Länge der auseinandergeschnittenen Filmstreifchen erkennbar, und jeder Schnitt mit der Schere mußte wohlbedacht sein, denn ein Schnitt war ohne Bildverlust nicht wieder korrigierbar. Schließlich gab es für Super-8 keine "Rückgängig"-Taste.

Aus der Schmalfilmgerätesammlung von Thilo Moeck hier ein paar stimmungsvolle Aufnahmen (Fotos: Martina Moeck, Verfielfältigung nur gegen Bildnachweis und Honorar)

Bauer Pantalux 8

Ein einfacher, aber robust gebauter Normal 8 Projektor

Bolex G 16

16 mm Projektor aus dem Hause Paillard Bolex (Schweiz). Trotz seines Alters läuft dieser Projektor noch einwandfrei.

Der Projektor ist für beidseitig perforiertes Filmmaterial gebaut. 16mm Projektoren mit nur einseitiger Perforierung kamen später auf, als eine Seite des Filmes zur Vertonung entweder mit Licht- oder Magnettonspur versehen wurde.

Noris 16mm Projektor

Einfachste Bauweise, aber sehr schön. Hier ist das Filmvorführen auch noch Handarbeit, denn der Film wird während der Projektion mit einer Handkurbel transportiert.

Foton Escorter 8

Kleiner und handlicher Normal 8 Projektor, solide gebaut, einfach, aber zuverlässig.

Für den Transport werden die Spulenarme nach unten geklappt und dienen dann als Tragegriff.

Übrigens: Normal 8 Projektoren und alte Tonbandgeräte haben etwas gemeinsam: der Spulenträger ist absolut identisch in Maßen und Bauweise.

Der Beweis: Auf dem Foton thront in dezentem Rot eine Tonbandspule (sieht doch schön aus, oder? Puristen mögen das verzeihen...)

Bolex M 8

Noch ein Qualitätsprodukt der Schweizer Firma. Herrlich solide gebaut, mit Hammerschlaglackierung und wundervoller Feinmechanik.

Ein Normal 8 Projektor, der auch nach sechzig Jahren noch einwandfrei funktioniert.

Revere 16mm Projektor

Ein interessanter 16 mm Stummfilmprojektor aus den USA.

Das besondere daran ist die witzige Art der Verstellung des Neigungswinkels - wenn man an der hinteren Stellschraube dreht, neigt sich das Projektorgehäuse (aber ohne den Standfuß) in die gewünschte Richtung.

Wie die meisten Projektoren aus der "Sammlung Moeck" funktioniert auch dieser hübsche Amerikaner noch tadellos und ist auch optisch noch in sehr gutem Zustand.

Zum Abschluß etwas ganz kleines:

Microjektor

Der heißt tatsächlich so, schlicht und einfach. Gebaut für den Betrieb im Kinderzimmer, lichtmäßig ein wenig diffus, aber hübsch handlich - passt in fast jede Handtasche.